06 – Die Opfer Ibrahims und das Opfer Allahs
Ibrahim opferte Ismael. Darum forderte Allah Isaak.
Nicht in Ibrahims Opfer und Glaubensstärke steht der Bund,
sondern in Allahs Gnade, Opfer und Blut:
Das kündet der Proto-Koran – Sure 96.
Inhalt – in aller Kürze
Abrahams Opferung des Ismael zum vorsorglichen Schutz Isaaks erregte Gottes Zorn:
Dies war der Grund für die göttliche Forderung der Opferung des Isaak!
(vgl. Genesis 16; 21,14-17 – Genesis 22,1-19)
Gottes Bund mit Abraham war also nicht in dessen Glaubensstärke begründet, sondern in der göttlichen Liebe und Gnade.
(vgl. 5. Mose 7, 6-8; 9,4-5; Markus 9,19.23-24; 8,17-18)
Nicht die Abstammung von einem Opfer Abrahams (Isaak oder Ismael) birgt das Heil, sondern die Abstammung aller vom Opfer und Blut Allahs in Christus! (vgl. Sure 96,1-3.8; Kolosser 1,16.19-20)
Ismael, der Steine nach dem Satan warf, ist eine Vorschattung der Opferbereitschaft Christi.
Der schwarze Stein der Kaaba ist der Eckstein Jesus (Matthäus 21,24) – sein Umrunden in den “umras” ein Sinnbild für die Lebenskreisläufe der Muslime, bis sie Ihn erkennen: denn Jesus, ihr Isa, ist ihr verborgener Imam Mahdi!
Im Überblick
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Ibrahim opferte tatsächlich Ismael!
Darum forderte Allah von ihm auch die Opferung Isaaks, des Stammvaters Israels! -
Gottes Bund mit Abraham beruhte keineswegs auf dessen Glaubensstärke, sondern erzog Abraham vielmehr erst zu wahrem Glauben!
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Nicht die Abstammung von einem Opfer Abrahams birgt Heil, sondern die universale Abstammung vom Opfer und Blut Allahs
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Alle Gottes-Bünde gründen in Seinem Christus-Bund mit allem Fleisch
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Was die Muslime von ihrem Stammvater Ismael lernen können
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Die Muslime haben in ihrem Eckstein der Kaaba, ohne es zu wissen, Christus!
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Gott hält Seinem Bund mit Ismael ebenso die Treue wie Seinem Bund mit Israel!
Ibrahim opferte tatsächlich Ismael! Darum forderte Allah von ihm auch die Opferung Isaaks, des Stammvaters Israels!
Juden und Christen wissen allein von der von Gott geforderten Opferung Isaaks, des Stammvaters Israels (vgl. Genesis 22,1-19). Nach dem Glauben der Muslime war es dagegen Ismael, ihr Stammvater der Araber (vgl. Genesis 16,10-14; 21,17-18 17,20), den Abraham (bei ihnen Ibrahim) zu opfern bereit war. Jedes Jahr gedenken sie dieser heroischen „Großtat“ des glaubensvollen Ibrahim zu ihrem “Opferfest”, dem “Eid el-Adah” am 10. Dhu I-Hiddscha, dem bedeutendsten Feiertag im islamischen Kalender.
Tatsächlich wurde nicht nur Isaak, der Stammvater Israels, (beinahe) von dessen Vater Abraham geopfert, wie es die Juden (und Christen) glauben, sondern nach dem biblischen Zeugnis ebenso – und sogar zuerst und als einziger wahrhaftig! – Ismael, der Stammvater der moslemischen Araber, wie es die Muslime von ihrem Ibrahim glauben.
Denn als Abraham Ismael in die Wüste schickte, sprach er damit tatsächlich gleichsam das Todesurteil über seinen Erstgeborenen (Genesis 21,14-17). Da Abraham bzw. Ibrahim nämlich seinen Erstgeburtssegen nicht dem Ismael (dem Sohn der Magd Hagar) zukommen lassen wollte, obwohl dieser dem Erstgeborenen doch zustand, sondern dem von ihm bevorzugten jüngeren Isaak (dem Sohn von Abrahams geliebten Frau Sarah), fürchtete Abraham, sein älterer Sohn Ismael könnte durch einen Racheakt den doch ihm zustehenden Gottes-Segen einstmals gewaltsam an sich bringen, indem er seinen jüngeren Bruder töten würde (vgl. Genesis 21,8-11; 4,1-8; 27,36.41).
Abraham war also tatsächlich bereit und dazu in der Lage, seinen Erstgeborenen für den zu Unrecht bevorzugten jüngeren Bruder herzlos hinzugeben und zu opfern. So erklärt sich auch, dass Gott von Abraham die Opferung Isaaks forderte. Es war Gottes Zorn, der über Abraham entbrannt war, weil dieser, ohne mit der Wimper zu zucken, bereit war, seinen kleinen, noch jungen Erstgeborenen herzlos mit dessen Mutter in die Wüste zu schicken, wo der Junge – ohne Gottes Aushilfe – jämmerlich verendet wäre (vgl. Genesis 21,14-21). Darum entbrannte Gottes Zorn über Abraham, dass Er von diesem in gleicher Weise die Opferung Isaaks einforderte und ihm androhte, ihm alle Segnungen in und über diesem Sohn zu entziehen (vgl. Genesis 22,1-2).
Dass Gottes Forderung an Abraham, Ihm Isaak zu opfern, darin begründet war, dass jener seinen Isaak in unguter Weise wirklich „über alles“ liebte, bringt auch die Verfilmung „Die Bibel – Abraham“ von Joseph Sargent mit Richard Harris in der Hauptrolle deutlich zum Ausdruck.
Gottes Missfallen hatte aber auch noch einen anderen Grund: Denn in der Opferung Ismaels für (Isaak bzw.) Israel (dem späteren Sohn Isaaks, dem Stammvater der Juden) ist der bis heute andauernde Bruderkrieg dieser beiden semitischen Völker (der Juden und der Araber) begründet, obwohl sie doch beide Nachkommen Abrahams und Verehrer seines Gottes sind (Genesis 12,1-3; 15,5; 17,4-6), – im Streit darüber, welcher der beiden Nachskommens-Stränge Abrahams – der über Ismael oder der über (Issak bzw. dessen Sohn) Israel – der wahre Träger des göttlichen Segens ist, dessen Erwählung auf der vermeintlichen heroischen „Großtat des Glaubens“ Abrahams in der bereitwilligen Opferung des je eigenen Stammvaters beruhen soll (vgl. Genesis 17,15-20).
Gottes Bund mit Abraham beruhte keineswegs auf dessen Glaubensstärke, sondern erzog Abraham vielmehr erst zu wahrem Glauben!
Tatsächlich aber war – wie die wahre beschämende Vorgeschichte der Opferung der beiden Söhne aufweist (wie sie hier – gegen die jüdische Schutzbehauptung in Genesis 21,8-13 – entfaltet wird)* – gerade NICHT die Glaubens-„Stärke“ und -„Leistung“ des Abraham der Grund für die Erwählung des vermeintlichen Glaubens-Vaters und seiner ebenso fraglich glaubens-starken Nachkommenschaft (vgl. 5. Mose 7, 6-8; 9,4-5; Markus 9,19.23-24; 8,17-18), sondern vielmehr allein die un-ergründliche göttliche Gnade, die durch ihre Züchtigungen den Zauderer und Zweifler Abraham erst zu dem wahren, gott-gefälligen Gottesvertrauen reifen ließ (vgl. Johannes 15,16; 6,29; Römer 2,28-29; Epheser 2,1-10; Hebräer 12,4-11).
* In Genesis 21,8-13 wird es so dargestellt, als hätte Gott Sarahs Forderung, die Magd Hagar mit ihrem Sohn zu vertreiben, unterstützt, wovor Abraham eigentlich zurück geschreckt haben soll. Dies erscheint jedoch nur eine „jüdische“ Schutzbehauptung zu sein – einmal, um die furchtbare Tat des glorifizierten Stammvaters, seinen eigenen Sohn in den Tod zu schicken, göttlich zu legitimieren, zum anderen aber, um die eigene Vor-Erwählung vor der Nachkommenschaft Ismaels aufrecht erhalten zu können – nach dem Motto: „Israel habe Ich geliebt, Ismael aber gehasst“ (vgl. Römer 9,11-13).
Ins Gesamtbild der Überlieferung passt es allerdings nicht, dass Gott selbst geboten haben soll, Hagar mit Ismael zu vertreiben, hatte Gott selbst doch zuvor die mit Ismael schwangere Hagar nach ihrer ersten Vertreibung, die mit der völlig ungerührten (!) Zustimmung Abrahams geschah, zu Abraham zurück geschickt (vgl. Genesis 16).
So hat man eher den Eindruck, dass es den jüdischen Geschichtsschreibern wichtiger war, ihren Stammvater Abraham in einem guten Licht erscheinen zu lassen, wofür sie es offensichtlich auch in Kauf nahmen, dafür Gott in ein schlechtes Licht zu stellen, der dann völlig unbegründet tatsächlich völlig grundlos wie ein dämonischer Moloch ein Menschenopfer von seinem Untergebenen gefordert hätte.
Sollte Gott tatsächlich bei der zweiten Vertreibung doch eingewilligt haben, dann allein darum, weil die Spannungen zwischen Sarah und ihrer Magd Hagar, sowie Abrahams unrechte Bevorzugung des jüngeren Sohnes Isaak andernfalls tatsächlich unvermeintlich den gefürchteten Konflikt heraufbeschworen hätte (vgl. Hiob 3,25). Auch dann wäre dieser Konflikt aber von Sarah und Abraham verschuldet gewesen, was Gottes Zorn und Züchtigung in der Forderung der Opferung des Isaak heraufbeschworen hätte (vgl. Hebräer 12,4-11).
Denn bei allem ihn auszeichnenden Gottesvertrauen, das Abraham – immerhin, Gottes Ruf und Ziehen folgend – in unbekanntes Neuland aufbrechen ließ (vgl. Text T4), musste Ibrahim selbst in seinem vorbildlichen, schon heraus-ragenden Glauben doch scheitern und vor Gott kapitulieren (vgl. Römer 3; Markus 9,19.24; 8,17-18).
Die besondere Erwählung Abrahams und seiner Nachkommenschaft war und ist also gerade nicht in einer besonderen Glaubens-Leistung begründet (vgl. Römer 4,1-5) Abrahams Glaube war – nach göttlichem Maßstab – gleichsam noch „tot“! (vgl. Jakobus 2,14-26). Die Erwählung Abrahams war vielmehr ausschließlich ein Akt unverdienter göttlicher Gnadenzuwendung (vgl. Römer 9,11-16; 11,6), die selbst erst zu wahrem, göttlichen Glauben führen und erziehen will und muss (vgl. Hebräer 12,4-11; Jakobus 1,2-3; Römer 5,3-5).
Nicht die Abstammung von einem Opfer Abrahams birgt Heil, sondern die universale Abstammung vom Opfer und Blut Allahs
Entsprechend ist auch nicht die Abstammung von den Glaubens-Opfern des Israel(-Vaters Isaak) oder des Ismael Ursache und Kennzeichen einer besonderen göttlichen Erwählung, wie sie Juden oder Muslime für sich beanspruchen, sondern die Abkunft von Jesus (vgl. Galater 3,15- 16; 1. Petrus 1,23; Römer 8,15-17; Johannes 21,5), dessen Opfer und Blut ein freies, unverdient gemachtes göttliches Gnadengeschenk für ausnahmslos alle (noch) Ungläubigen ist, durch dass sie zum rechten Glauben geleitet werden sollen (vgl. Text T5). In diesem Opfer Christi ist also jede Erwählung begründet, die in ihrer jeweiligen besonderen Eigenart aber immer nur ein Ausfluss der universalen Erwählung im Opferblut Christi, das für alle vergossen worden ist, sein kann (vgl. 1. Johannes 2,1-2; 1. Timotheus 4,10; Römer 8,18-23; Jesaja 53,4-12; Text T74, T70a).
Das legt auch der sogenannte “Proto-Koran” (Sure 96,1-3.8) nahe – die Sure mit dem Titel “Das geronnene Blut”, die als die erste und damit grund-legende Basal-Offenbarung an Mohammed gilt:
„Im Namen Allahs,
des All-Erbarmers,
des All-Barmherzigen!
Lies!Im Namen deines Herrn,
der (alles) erschuf,
erschuf den Menschen aus geronnenem Blut …
Zu deinem Herrn ist (darum)
die Rückkehr ALLER!Lies:
Dein Herr ist ALL-GÜTIG!“(Sure 96,1-3.8)
Wessen Blut könnte das anderes sein, das VOR aller Schöpfung (und für sie, zu ihrer Erschaffung) vergossen worden ist, in dem alle Schöpfung selbst überhaupt erst begründet ist, als das, welches Christus auf Golgatha für ALLE vergossen hat? (Text T77; vgl. Kolosser 1,16.19-20).
Denn ehe die Welt war, IST Christus, Jesus von Nazareth, „geworden“ aus einer Jungfrau (Galater 4,4), der für alle Gekreuzigte (vgl. Johannes 8,58; 1.Petrus 1,20; Text T52a, T80) – zur Sühne und Versöhnung für ALLE (vgl. Epheser 1,4.9-10; 2. Korinther 5,14-15.19), worin der Grundstein für die Schöpfung überhaupt selbst erst – schon „vor aller Zeit“ – gelegt worden ist (vgl. Kolosser 1,15-20) – und der Garant unserer Errettung findet sich schon allein einzig in dem Umstand, dass wir überhaupt SIND! (vgl. Text T79, T70b)
Man könnte sogar so weit gehen, dass Christus, nachdem Er Seine Seele ausgeschüttet (vgl. Jesaja 53,10-12) und Sein Leben für alle gegeben hat, auf dass alle das göttliche Leben empfangen könnten (vgl. Johannes 14,19), bei Seiner Wieder-Gott-Werdung gleichsam über alle Räume und Zeiten aufgestiegen ist (vgl. Epheser 4,8-10; 1,21; 1. Petrus 3,18-20; 1,11) und somit der erhöhte Christus als der zum Gott über alles gewordene Jesus von Nazareth (vgl. Römer 9,5) tatsächlich auch schon vor aller Zeit und vor allen Ur-Anfängen bereits existent war – jener, der auf Golgatha für alle Sein Leben gegeben hat. Und dieser Christus hat gleichsam Sein göttliches Blut in diese Welt gegeben, aus dem sich schließlich – durch das ihm innewohnende „Gottes-Gen“ – alles geschöpfliche Leben entwickelt hat (vgl. Johannes 1,13) – ähnlich wie das in Science-Fiction-Filmen durch Alien-Blut geschehen sein soll (vgl. Text T35a, T40a, T7a).
Beispiele: “Mission to Mars”, USA 2000, Drehbuch: Jim Thomas, John Thomas, Graham Yost; – Episode “Das fehlende Fragment” (“The Chase”; USA 1993) der Science-Fiction-Serie “Star Trek. The Next Generation”; – der Alien-Film “Prometheus – dunkle Zeichen”, USA 2012; Regie: Ridley Scott; Drehbuch: Jon Spaihts, Demon Lindelof; – Stanley Kubricks Film “2001: Odyssee im Weltraum” (1968) & Fortsetzung “2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnahmen” (USA 1984; Drehbuch: Peter Hyams; Buch: Arthur C. Clarke.
Dafür, dass der zum Gott über alles erhöhte Mensch Christus (vgl. Römer 1,3-4; 9,5) bereits in den Uranfängen der Schöpfung präsent war, spricht, dass der Mensch nach Seinem Bild erschaffen worden ist (vgl. Genesis 1,26), also eine Nachbildung Christi war (vgl. Römer 5,14; Text T52b, T76) und Gott auch schon in vorchristlicher Zeit ein antropomorphes (also menschen-gestaltiges) Erscheinungsbild aufwies (vgl. Genesis 3,8; Hesekiel 1,26; Daniel 7,9; Offenbarung 1,13; 4,2).
Damit wäre aber auch der Schöpfer durch die Schöpfung, wie die Schöpfung vom Schöpfer (vgl. 1. Korinther 11,8.12; Epheser 5,32). Denn der Schöpfer sieht und findet Seine eigenen ewigen Ursprünge in Seiner eigenen Schöpfung! Dort nämlich hat Er Seine eigene ewige Christus-Natur der aufopferungsvollen Selbst-Hingabe für alle in einem echten geschöpflichen Werden (vgl. Galater 4,4; Hebräer 5,7-10; 2,10; 7,28; Römer 1,3-4; 9,5) gesetzt. So besteht alle Schöpfung um des Schöpfers willen, wie der Schöpfer, Christus, einzig für Seine Schöpfung (vgl. Römer 11,26; Kolosser 1,16; Offenbarung 22,13; Johannes 12,32; Epheser 1,9-10; 1. Korinther 15,28) – und alles ist eine ewige Selbst-Bestätigung, Selbst-Bewahrheitung, Selbst-Verwirklichung und freie Selbst-Setzung des Schöpfers als der, als den Er sich selbst von Ewigkeit her erkannt hat: als den Aller-Welt-Christus, den Aller-Welt-Heiland und -Erlöser! (vgl. 1. Johannes 2,1-2; 1. Timotheus 4,10; Text T7b, T83, T84)
Damit aber wäre in der grund-legenden Sure vom „geronnenen (Opfer-)Blut (Christi)“ im “PROTO-Koran” bereits erklärt, dass die ganze Schöpfung im Opferblut Christi begründet ist und damit alle Wesen gleichsam wie Nachkommen von Gott, Allah, Christus, abstammen (vgl. Hebräer 2,11), wie Gott in Seiner freiwillig erwählten ewigen Christus-Identität (vgl. Hebräer 13,8) wiederum gleichsam selbst von den Menschen (vgl. Lukas 1,42; 3,23.38; Text T7*).
Alle Gottes-Bünde gründen in Seinem Christus-Bund mit allem Fleisch
Entsprechend sind auch die Gottes-Bündnisse mit Ismael und Israel in diesem Christus-Opfer begründet, auf das die Opferung der Stammväter jener „Sonder-Bünde“ schon prophetisch hinweisen.
Also nicht die Blut-Linie und Abkunft von den Opfern Abrahams verspricht letztlich Heil, sondern die universale Blut-Linie und Abkunft allen Fleisches von dem Opferblut Christi: Denn alle Schöpfung ist bereits in dem für alle „geronnenen“ (verklärten) Opferblut Christi begründet (Sure 96,1-3.8), aus dem alles hervorgeht und die Ur-Gründe der Schöpfung selbst zu finden sind (vgl. Text T7c; Kolosser 1,15-20; Text T35b). Darum hat Gott in Christus mit allen Völkern in deren Religionen Bündnisse geschlossen (vgl. Jesaja 19,18-25; 41,4-5; Text T8, T18a).
Die besondere Erwählung Israels war allein darin begründet, dass der Ewige Seine eigenen Ursprünge in Israel sah (vgl. 1. Petrus 1,20; Römer 9,5; Text T35c, T40b, T82) und dass durch die Propheten dieses Volkes aller Welt Sein Erscheinen zum Heil aller gekündet werden sollte (vgl. Exodus 19,4-6; 1. Petrus 1,11-12).
Entsprechend steht der Bund Gottes mit Ismael, den Arabern bzw. Muslimen, dem mit Israel, den Juden, für sich in nichts nach (vgl. Genesis 16,11-12; 17,20; 21,13; 25,12-16). Den Arabern war sogar noch vor den Juden ein Gotteshaus gestiftet worden – in der Kaaba, dem Tempel, den schon Adam für Allah errichtet hatte und der von Ibrahim mit Ismael wieder aufgebaut worden war, nachdem dieser seinen erst-geopferten, verstoßenen Sohn schließlich mit Tränen wieder gesucht hatte (vgl. Lukas 2,48; Sacharja 12,10).
Was die Muslime von ihrem Stammvater Ismael lernen können
Von ihrem Stammvater Ismael, dem Erstgeborenen Abrahams, können die Muslime vor allem dies Eine lernen, dass er sich von Satan, nach dem er Steine warf, nicht dazu verleiten ließ, seinen jüngeren Bruder Isaak umzubringen, statt sich für ihn opfern zu lassen. Darin war Ismael schon eine Vorabbildung Christi (vgl. Matthäus 4,8-10; 16,21-23; Galater 3,13-14; Hebräer 2,10-11), des Erstgeborenen aller Schöpfung, der für alle Seine Geschwister auf Sein Erbe verzichtete und Sein Leben für sie alle gab (vgl. Kolosser 15-20; Hebräer 1,10-11).
Die Muslime haben in ihrem Eckstein der Kaaba, ohne es zu wissen, Christus!
In dem schwarzen Stein vom Himmel an der Ecke der Kaaba haben (auch) die Muslime, ohne es zu wissen (vgl. Apostelgeschichte 17,23), gleichnishaft bereits Christus, den Eckstein, den die Bauleute (Israels) verworfen haben (vgl. Matthäus 21,24). Sie werden dieses Zentrum des Alls – gleich dem Stein in der Kaaba bei ihren “umras” – in ihren Lebenskreisläufen immer wiederkehrender Reinkarnationen (vgl. Text T43) – noch solange umrunden, bis sie Ihn berührt haben oder vielmehr von Ihm berührt worden sind (vgl. Hiob 33,23-30).* Denn Jesus, ihr Isa, ist die von ihnen verehrte Erlösergestalt des (ihnen noch) verborgenen Imam Mahdi! (vgl. Text T18b) In ihren “umras”, der Umrundung des Ecksteins, sind sich die Muslime also gleichsam selbst ein Gleichnis, dass sie es noch nicht erlangt haben, und noch viele Lebensrunden vor sich haben, bis sie es denn ergreifen. Gleichwohl umkreisen sie schon jetzt die letzte Wahrheit wie die Planeten ihr Zentralgestirn.
*Tatsächlich gab und gibt es auch innerhalb des Islam viele Reinkarnations-Gläubige: die Kaisaniten bzw. Harbiya (begründet von Ibn Harb), die churramitischen Bewegungen im 8. Jhdt. (um Al-Muqanna & Ahmad Ibn Chabit), ferner die Drusen, Aleviten und die (als tanzende Derwische bekannten) Sufis bis in die Neuzeit (vgl. Text T48, T42).
Sie finden ihre Anschauung auch im Koran bestätigt – beispielsweise in Sure 2,28: „Wie könnt ihr Gott leugnen, der euch tötete und wieder lebendig gemacht hat?“ oder in Sure 3,27: „Du lässt beständig Tag und Nacht ineinander übergehen (/aufeinander folgen), wie auch Leben und Tod.“ (vgl. Text T38a, T38b), ferner in Sure 82,6-8: „Eine unangemessene Behausung für die Seele, das ist die in einem Tier.“ (vgl. Text T49)
Gott hält Seinem Bund mit Ismael ebenso die Treue wie Seinem Bund mit Israel!
So wenn es auch noch nicht alle Muslime erlangt haben, sollen sie es doch noch alle erlangen.
Denn Allah als ein Gott, der wohl um alles, auch das Inwendige des Herzens, weiß und eine jede Seele ansieht, hat in Ismael ebenso mit den Arabern bzw. Muslimen einen Bund geschlossen wie in Israel mit den Juden (vgl. Genesis 16,10-14; 21,17-18; 1. Samuel 16,7; Römer 2,16; Apostelgeschichte 15,8; Text T81). Wie aus Israel so hat Gott auch aus Ismael ein abrahamitisches Gottesvolk von zwölf Stämmen hervorgehen lassen! (vgl. Genesis 17,20) Jenem Volk wurde in dem “Bekka” zu Mekka sogar vor Israel ein Heiligtum und “Gotteshaus” gestiftet, das schon Adam errichtet haben soll und Irbahim (Abraham) mit Ismael wieder aufgebaut hatte und der von Mohammend – wie der Jerusalemer Tempel von Jesus – gereinigt worden ist (vgl. Johannes 2,13-17). Auch wurde den Nachkommen Ismaels in Mohammed ihr eigener Prophet geschenkt, der bereits viel Wahres von Jesus gekündet hat. Ohne Mohammed hätten die Araber heute nicht auch ihren Isa! (vgl. Text T7d)
Und auch wenn einige von ihnen (nämlich die Salafisten und fanatischen Eiferer für die Scharia in Verkennung des wahren göttlichen Wesens sowie ihrer wahren Stellung zu Ihn – vgl. Galater 1,14; Philipper 3,5-6; Apostelgeschichte 8,3; 9,1.13; Römer 10,1-3; 1. Timotheus 1,12-14) untreu sein mögen, so kann dies Gottes Treue doch nicht aufheben! (vgl. Römer 3,3).
Denn auch, wenn Allah von vielen, die Ihn am eifrigsten zu verkündigen meinen, in Seinem wahren Liebeswesen verkannt und verleugnet wird, so kann Er selbst dies Sein Liebeswesen gegen ausnahmslos ALLE doch nicht verleugnen! (vgl. 1. Timotheus 2,13; 1,12-14; Johannes 16,1)
So bleibt auch “Allahs” Bund mit Ismael ebenso bestehen wie der Bund “Adonajs” (des “Herrn”) mit Israel und der Bund des “Abbas” (des gütigen “Vaters”) mit der Christenheit. Und so wird auch Ismael ebenso wie Israel am Ende noch gewonnen werden – und zwar ebenso in seiner “Voll-Zahl”! (vgl. Römer 11,12.25-26.32)
Denn dieser Eine,
wird Er nun angerufen
unter dem Namen “Allah”, “Abba” oder “Adonaj”
(vgl. Maleachi 1,11.14)
ist doch reich genug für ALLE
und wird keines Seiner Kinder
leer ausgehen lassen!
Er hat genug Segen für sie ALLE!
(vgl. Römer 10,12-13)
Das ist auch das großartige Christus-Evangelium, wie es in dem Buch Satya ›P‹raha – Das große Christus-Mysterium entfaltet wird, auf das diese Web-Seite hinweisen will.
Bezogen auf das behandelte Thema
im acht-bändigen Werk “Satya ›P‹raha – Das große Christus-Mysterium” (SXP)
| SXP III, 45: | Gott forderte von Abraham die Opferung Isaaks nicht ohne Grund – einfach nur, um ihn zu prüfen, sondern weil Abram zuvor aus Angst und Unglauben seinen Sohn Ismael für Isaak geopfert und in die Wüste geschickt hat |
| SXP III, 53: | Den Moslems ist Gottes erstes Haus und Heiligtum in Mekka gegeben, das schon Adam errichtet hatte, und das Ismael mit Ibrahim wieder aufgebaut hat |
| SXP III, 54: | Der Stein vom Himmel, den Gabriel dem Ibrahim gegeben hat, den die Moslems in Mekka umrunden, ist ein Sinnbild auf Christus, den Eckstein, den die Moslems wie alle Seelen in ihren Wiedergeburten umrunden, bis sie bei Ihm ankommen |
| SXP V, 31: | Dabei hat Gott besondere Bündnisse mit jedem Volk und jeder Religion geschlossen |
| SXP III, 59: | Gott hat sich nicht allein dem Volk Israel zugewendet: Seine besondere Zuwendung an Israel war allein darin begründet, auf diese Art und Weise ein klares prophetisches Zeugnis für Jesus zu errichten, in dem Er zu allen Völkern kam |
| SXP III, 66: | Gott forderte von Abraham seinen Sohn Isaak, weil dieser um Isaaks willen Ismael verworfen hatte |
| SXP III, 69: | Nicht in der Opferung Israels oder Ismaels bestehen die Bündnisse mit den Juden und Muslimen, sondern im Opfer Christi, das sie vor-abbilden |
| SXP III, 74: | Da die unsterblichen Seelen in verschiedenen Völkern wiedergeboren werden, kann sie keine fleischliche Abstammung retten, sondern nur ihre geistliche Wiedergeburt in ihrer ursprünglichen göttlichen Abstammung |
| SXP V, 33: unter | Dabei hat Gott besondere Bündnisse mit jedem Volk und jeder Religion “geschlossen” |
weitere Fundstellen im Nachschlagewerk der ›Fundgrube‹ unter
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Abraham – Vater von Juden, Christen, Muslimen – allen Gläubigen
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Ismael – Israel
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Proto-Koran: Christus erschuf alles aus Seinem geronnenen Opfer-Blut (Sure 96,1-3.8)
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Erwählung der Menschen wie insbesondere der Juden, weil Christus sich im Rückblick aus ihnen erkennt
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Erwählung des Volkes Israel wegen seiner Verwandtschaft zu Christus im Fleisch
